Ratgeber · Kosten & Budget

Was kostet es, eine App im App Store und Play Store zu veröf­fentli­chen?

Die Store-Gebühren selbst sind überschaubar – teuer wird es, wenn eine App im Review abgelehnt wird oder nach einem Betriebssystem-Update nicht mehr läuft. Hier erfahren Sie, welche Kosten und Pflichten bei iOS und Android wirklich anfallen.

Ratgeber Kosten & BudgetLesezeit ca. 4 Min.Stand 16. Oktober 2026
Beitragsbild: Was kostet es, eine App im App Store und Play Store zu veröffentlichen?
Kurz & klar

Für die Veröffentlichung im Apple App Store benötigen Sie eine Mitgliedschaft im Apple Developer Program für 99 US-Dollar pro Jahr, für den Google Play Store zahlen Sie einmalig 25 US-Dollar für das Entwicklerkonto (Stand: Oktober 2026, bitte beim Anbieter prüfen). Die eigentlichen Kosten entstehen aber durch Entwicklung, Store-Vorbereitung, Prüfprozess und laufende Updates. Bei kostenpflichtigen Apps und In-App-Käufen behalten Apple und Google zudem eine Provision ein. Für die App-Entwicklung inklusive Veröffentlichung dienen unsere Pakete Starter ab 2.500 €, Professional ab 8.000 € und Enterprise individuell als Orientierung.

Was kostet es, eine App im App Store zu veröf­fentli­chen?

Um eine iOS-App im App Store zu veröffentlichen, brauchen Sie eine Mitgliedschaft im Apple Developer Program. Sie kostet 99 US-Dollar pro Jahr (Stand: Oktober 2026, bitte bei Apple prüfen) und muss jährlich verlängert werden – läuft sie aus, ist die App im Store nicht mehr verfügbar. Über die Mitgliedschaft erhalten Sie Zugang zu App Store Connect, zu TestFlight für Betatests und zu den Zertifikaten, mit denen Ihre App signiert wird.

Unternehmen registrieren sich als Organisation. Dafür verlangt Apple eine D-U-N-S-Nummer, die Ihr Unternehmen eindeutig identifiziert, sowie eine zeichnungsberechtigte Person. Für bestimmte gemeinnützige Organisationen, Bildungseinrichtungen und Behörden bietet Apple eine Gebührenbefreiung an. Zum Erstellen der iOS-Version wird außerdem Xcode benötigt, das nur auf einem Mac läuft – alternativ lassen sich Cloud-Build-Dienste nutzen.

App im Play Store veröf­fentli­chen: Kosten bei Android

Für Android-Apps im Google Play Store zahlen Sie für das Entwicklerkonto in der Play Console einmalig 25 US-Dollar (Stand: Oktober 2026, bitte bei Google prüfen). Eine jährliche Gebühr fällt nicht an. Bei der Registrierung als Organisation verlangt auch Google eine D-U-N-S-Nummer und verifiziert Identität und Kontaktdaten, bevor Sie Apps veröffentlichen können. Planen Sie für diese Prüfung etwas Vorlauf ein.

Neu angelegte private Entwicklerkonten müssen vor der Veröffentlichung einen geschlossenen Test mit einer Mindestzahl an Testerinnen und Testern über einen festgelegten Zeitraum durchlaufen. Für Unternehmen lohnt sich deshalb fast immer ein Organisationskonto. Zusätzlich verlangt Google regelmäßig, dass Apps auf ein aktuelles Android-API-Level ausgerichtet werden – sonst sind sie für neue Nutzer auf aktuellen Geräten nicht mehr verfügbar.

App veröf­fentli­chen kostenlos – geht das?

Wer nach „App veröffentlichen kostenlos“ oder „iOS App kostenlos veröffentlichen“ sucht, muss unterscheiden: Ihre App können Sie Nutzern kostenlos anbieten – die Veröffentlichung selbst ist bei Apple und Google aber an das kostenpflichtige Entwicklerkonto gebunden. Ohne Apple Developer Program gibt es keinen Weg in den öffentlichen App Store, abgesehen von der Gebührenbefreiung für berechtigte Organisationen.

Eine echte Alternative ohne Store-Gebühren ist eine Progressive Web App. Sie läuft im Browser, lässt sich auf dem Startbildschirm installieren, funktioniert je nach Umsetzung offline und wird ohne Review-Prozess aktualisiert. Für interne Tools, Kundenportale oder eine Website als App reicht das oft aus. Grenzen gibt es bei manchen Gerätefunktionen und bei der Auffindbarkeit, weil Nutzer die App nicht im Store finden.

Die eigentlichen Kosten: Entwicklung, Store-Vorbereitung und Review

Die Entwicklerkonten sind der kleinste Posten. Den größten Teil der Kosten macht die App selbst aus – Konzept, Design, Programmierung, Backend und Tests, je nach Plattform und Funktionsumfang. Hinzu kommt die Store-Vorbereitung: App-Icon, Screenshots in den geforderten Formaten, Beschreibungstexte, Schlüsselwörter, der Fragebogen zur Altersfreigabe sowie Datenschutzangaben, die beide Stores in einem eigenen Formular abfragen.

Vor jeder Veröffentlichung prüfen Apple und Google die App. Typische Ablehnungsgründe sind Funktionen hinter einem Login ohne Testzugang, unklare Datenschutzangaben, Abstürze oder Apps, die nur eine Website verpacken, ohne echten Mehrwert zu bieten. Jede Ablehnung kostet Zeit für Nachbesserung und erneute Einreichung. Erfahrung mit den Richtlinien zahlt sich hier unmittelbar aus.

  • App-Icon und Screenshots für verschiedene Gerätegrößen
  • Store-Texte, Schlüsselwörter und Kategorie
  • Datenschutzerklärung als öffentlich erreichbare Webseite
  • Datenschutzangaben im Formular des jeweiligen Stores
  • Altersfreigabe und Testzugang für das Review-Team

Provisionen, Pflichten und laufende Kosten nach dem Launch

Verkaufen Sie die App oder digitale Inhalte per In-App-Kauf oder Abo, behalten Apple und Google eine Provision vom Umsatz ein. Die Höhe hängt vom Programm, vom Umsatz und teilweise von der Region ab und wurde in den vergangenen Jahren mehrfach angepasst – prüfen Sie die aktuellen Konditionen direkt beim Anbieter. Kostenlose Apps und Apps, die physische Waren oder Dienstleistungen verkaufen, sind in der Regel nicht provisionspflichtig.

Laufende Kosten entstehen vor allem durch Updates: Neue iOS- und Android-Versionen, geänderte Store-Richtlinien und Sicherheitsupdates von Bibliotheken erfordern regelmäßige Anpassungen. Dazu kommen Server- und Backend-Kosten, die jährliche Apple-Gebühr sowie Pflichtangaben wie der Händlerstatus nach dem Digital Services Act, den beide Stores für die EU abfragen. Planen Sie für den Betrieb deshalb ein festes Budget ein.

Wem sollte das Entwick­ler­konto gehören?

Ein oft übersehener Punkt: Das Entwicklerkonto sollte immer auf Ihr Unternehmen laufen, nicht auf die Agentur oder einen Freelancer. Nur so gehören Ihnen App-Eintrag, Bewertungen und Nutzerbasis dauerhaft. Ihr Dienstleister erhält einen Teamzugang mit passenden Rechten. Wechseln Sie später den Partner, bleibt die App unverändert in Ihrer Hand, und eine aufwendige Übertragung zwischen Konten entfällt.

Für die Veröffentlichung brauchen Sie außerdem eine Datenschutzerklärung als Webseite, ein Impressum mit erreichbaren Kontaktdaten und bei Abos klare Angaben zu Preis, Laufzeit und Kündigung. Wenn Sie Ihre App mit uns entwickeln, kümmern wir uns auf Wunsch um Einreichung, Store-Eintrag und die Kommunikation im Review. Diese Hinweise zu Pflichtangaben ersetzen keine Rechtsberatung.

Darauf kommt es an

Diese Faktoren bestimmen die Kosten

Apple Developer Program

99 US-Dollar pro Jahr für die Veröffentlichung im App Store (Stand: Oktober 2026, bitte bei Apple prüfen). Läuft die Mitgliedschaft aus, ist die App nicht mehr im Store verfügbar.

Google-Play-Entwick­ler­konto

Einmalig 25 US-Dollar für die Play Console (Stand: Oktober 2026, bitte bei Google prüfen). Für Organisationskonten ist eine D-U-N-S-Nummer erforderlich.

Entwicklung der App

Nativ, plattformübergreifend mit React Native oder als PWA – Technologie und Funktionsumfang bestimmen den größten Kostenanteil.

Store-Assets und Texte

Icon, Screenshots, Beschreibungen und Schlüsselwörter entscheiden über Freigabe und Auffindbarkeit im Store.

Review und Nach­besse­rung

Ablehnungen im Prüfprozess verursachen zusätzlichen Aufwand. Saubere Vorbereitung und Testzugänge senken dieses Risiko.

Provisionen

Bei In-App-Käufen und Abos behalten Apple und Google einen Anteil ein. Die aktuellen Sätze nennen die Anbieter in ihren Richtlinien.

Updates und Betrieb

Anpassungen an neue Betriebssystemversionen, Backend-Hosting und Sicherheitsupdates sind laufende Kosten, die Sie fest einplanen sollten.

Checkliste

Ihre Checkliste zum Mitnehmen

  • Entwicklerkonten auf das eigene Unternehmen anlegen
  • D-U-N-S-Nummer für das Unternehmen beantragen
  • Datenschutzerklärung und Impressum als Webseite bereitstellen
  • Datenschutzangaben für beide Stores vorbereiten
  • Icon, Screenshots und Store-Texte erstellen
  • Testzugang für das Review-Team einrichten
  • Händlerstatus nach Digital Services Act angeben
  • Budget für Updates und Betrieb nach dem Launch einplanen
Pakete

Unsere Pakete als Orientierung

Starter

ab 2.500 €

Ideal für Landing Pages, einfache Web-Applikationen und Prototypen.

Anfragen

Professional

ab 8.000 €

Für komplexe Webanwendungen, Portale und maßgeschneiderte Softwarelösungen.

Anfragen

Enterprise

Individuell

Für große Projekte, Systemlandschaften und langfristige Entwicklungspartnerschaften.

Angebot anfragen

Orientierungspreise netto – das genaue Angebot erhalten Sie nach dem kostenlosen Erstgespräch. Preise & Pakete im Detail

FAQ

Häufige Fragen

Apple verlangt für das Developer Program 99 US-Dollar pro Jahr (Stand: Oktober 2026, bitte bei Apple prüfen). Die Mitgliedschaft deckt die Veröffentlichung mehrerer Apps ab. Die Kosten für Entwicklung, Store-Vorbereitung und Updates kommen hinzu und machen den deutlich größeren Teil aus.

Für ein Google-Play-Entwicklerkonto zahlen Sie einmalig 25 US-Dollar (Stand: Oktober 2026, bitte bei Google prüfen), eine jährliche Gebühr gibt es nicht. Beachten Sie, dass private Neukonten vor der Veröffentlichung einen geschlossenen Test durchlaufen müssen. Für Unternehmen ist ein Organisationskonto meist sinnvoller.

Nein, für den öffentlichen App Store ist die kostenpflichtige Mitgliedschaft im Apple Developer Program erforderlich. Ausgenommen sind berechtigte gemeinnützige Organisationen, Bildungseinrichtungen und Behörden, die eine Gebührenbefreiung beantragen können. Die App selbst dürfen Sie Ihren Nutzern selbstverständlich kostenlos anbieten.

Die Dauer des Reviews variiert und hängt unter anderem von der Auslastung des Prüfteams und der Komplexität der App ab. Planen Sie vor einem festen Starttermin genügend Puffer ein, vor allem bei der ersten Einreichung. Eine gut vorbereitete App mit Testzugang und vollständigen Angaben wird seltener zurückgewiesen.

Nein. Provisionen fallen an, wenn Sie digitale Inhalte über die App verkaufen, also über kostenpflichtige Downloads, In-App-Käufe oder Abos. Für physische Waren oder Dienstleistungen, etwa in einer Shop- oder Buchungs-App, gelten in der Regel andere Regeln. Die aktuellen Bedingungen stehen in den Richtlinien von Apple und Google.

Das hängt von Funktionsumfang, Plattformen und Backend ab. Als Orientierung dienen unsere Pakete: Starter ab 2.500 €, Professional ab 8.000 € und Enterprise individuell. Das genaue Angebot inklusive Store-Veröffentlichung erhalten Sie nach dem kostenlosen Erstgespräch.

Weiterlesen

Weitere Ratgeber & Vergleiche

In 60 Sekunden zum passenden Angebot

Bedarfsanalyse: App veröf­fentli­chen: Kosten

Beantworten Sie ein paar kurze Fragen – wir melden uns in der Regel innerhalb von 24 Stunden mit einer ersten Einschätzung.

Projekt anfragen