Ratgeber · Schritt für Schritt

Was braucht man für eine eigene Website?

Wer zum ersten Mal eine Website plant, stößt schnell auf Begriffe wie DNS, Webspace oder CMS. Hier erklären wir Schritt für Schritt, was Sie wirklich brauchen, um eine Website zu erstellen und online zu stellen – und was Sie getrost weglassen können.

Ratgeber Schritt für SchrittLesezeit ca. 4 Min.Stand 16. Oktober 2026
Beitragsbild: Was braucht man für eine eigene Website?
Kurz & klar

Für eine eigene Website brauchen Sie fünf Bausteine: eine Domain als Adresse, ein Hosting als Speicherort, die Website selbst – erstellt mit einem CMS, einem Baukasten oder individuell programmiert –, Inhalte wie Texte, Bilder und Logo sowie Rechtstexte mit Impressum und Datenschutzerklärung. Ein SSL-Zertifikat für die verschlüsselte Verbindung gehört heute zum Standard und ist bei vielen Hostern bereits enthalten. Einen eigenen Server brauchen Sie dafür in der Regel nicht.

Brauche ich eine Domain für eine Website?

Technisch lässt sich eine Website auch unter einer Adresse des Anbieters betreiben, etwa als Unterseite eines Baukastens. Für ein Unternehmen ist eine eigene Domain aber unverzichtbar: Sie wirkt professionell, bleibt bei einem Anbieterwechsel erhalten und ermöglicht passende E-Mail-Adressen wie info@ihrefirma.de. Für Betriebe in Deutschland ist eine .de-Domain meist die naheliegende Wahl.

Achten Sie bei der Registrierung darauf, dass die Domain auf Ihr Unternehmen eingetragen ist und nicht auf eine Agentur oder einen früheren Mitarbeiter. Prüfen Sie vor der Wahl außerdem, ob der Name Marken- oder Namensrechte Dritter berühren könnte. Kurze, gut buchstabierbare Domains ohne Sonderzeichen erleichtern es Kunden, Sie am Telefon oder im Gespräch weiterzuempfehlen.

Braucht man für eine Website einen Server?

Einen eigenen Server im Keller brauchen Sie nicht. Websites liegen bei einem Hoster, der Speicherplatz, Rechenleistung und Internetanbindung bereitstellt. Für die meisten Unternehmenswebsites genügt ein Webhosting-Paket oder Managed Hosting, bei dem der Anbieter Betriebssystem und Serverpflege übernimmt. Ein eigener virtueller oder dedizierter Server lohnt sich erst bei besonderen Anforderungen an Leistung oder Sicherheit.

Solche Anforderungen sind etwa Web-Apps mit vielen gleichzeitigen Nutzern, eigene Datenbanken für Kundenportale oder strenge Sicherheitsvorgaben. Bei Website-Baukästen und gehosteten Shopsystemen ist das Hosting bereits im Abo enthalten. Wählen Sie für eine geschäftliche Website einen Anbieter mit Rechenzentrum in der EU und schließen Sie mit ihm einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung ab.

Was brauche ich, um eine Website zu hosten?

Für das Hosting brauchen Sie einen Vertrag bei einem Anbieter, die Verbindung Ihrer Domain mit dem Hosting über DNS-Einträge und ein SSL-Zertifikat. Viele Hoster bieten kostenlose Zertifikate an, die sich automatisch erneuern. Für WordPress und ähnliche Systeme kommen eine Datenbank und eine aktuelle PHP-Version hinzu, die Ihr Hosting unterstützen muss.

Genauso wichtig wie der Start ist der laufende Betrieb: regelmäßige Backups an einem getrennten Ort, Updates für CMS und Erweiterungen sowie eine Überwachung, ob die Website erreichbar ist. Klären Sie vor der Wahl, wer diese Aufgaben übernimmt – Sie selbst, der Hoster oder eine Agentur. Mit einem Wartungsvertrag sind diese Punkte verbindlich geregelt.

  • Hosting-Vertrag mit Rechenzentrum in der EU
  • DNS-Einträge für Domain und E-Mail
  • SSL-Zertifikat mit automatischer Verlängerung
  • Datenbank und aktuelle PHP-Version (bei CMS)
  • Backups an einem getrennten Ort
  • Vertrag zur Auftragsverarbeitung

Womit wird die Website erstellt: Baukasten, CMS oder individuell?

Baukästen sind schnell eingerichtet und eignen sich für einfache Seiten, binden Sie aber an einen Anbieter. Ein Content-Management-System wie WordPress ist flexibel, weit verbreitet und lässt sich von vielen Dienstleistern betreuen. Individuell programmierte Websites oder Headless-Lösungen bieten die meiste Freiheit bei Ladezeit, Design und Funktionen, brauchen für die Weiterentwicklung aber Fachleute.

Die richtige Wahl hängt davon ab, wer die Inhalte pflegt und was die Website künftig können soll. Wenn Ihr Team regelmäßig Neuigkeiten veröffentlicht, ist eine einfache Redaktionsoberfläche wichtiger als ausgefallene Effekte. Soll die Website mit Ihrem CRM, einem Buchungssystem oder einem Kundenportal zusammenarbeiten, lohnt sich der Blick auf eine individuelle Lösung.

Inhalte: Texte, Bilder, Logo und Rechtstexte

Die Technik ist schnell eingerichtet, die Inhalte entscheiden über den Erfolg. Sie brauchen Texte zu Ihren Leistungen, eine kurze Vorstellung Ihres Unternehmens, Kontaktdaten, aussagekräftige Fotos und ein Logo in guter Qualität. Echte Bilder Ihres Teams und Ihrer Arbeit wirken meist glaubwürdiger als austauschbare Stockfotos. Achten Sie bei fremden Bildern unbedingt auf die Nutzungsrechte.

Pflicht sind bei geschäftlichen Websites ein Impressum und eine Datenschutzerklärung; setzen Sie Cookies oder externe Dienste ein, die eine Einwilligung erfordern, kommt ein Consent-Banner hinzu. Was dabei im Einzelnen zu beachten ist, erklären wir im Ratgeber „Was muss rechtlich auf eine Website?“. Dieser Hinweis gibt nur einen Überblick und ersetzt keine Rechtsberatung.

Braucht man für eine Website ein Gewerbe?

Für die Website selbst brauchen Sie kein Gewerbe – eine private Website über Ihr Hobby, Ihren Verein oder Ihre Familie können Sie ohne Gewerbeanmeldung betreiben. Entscheidend ist, was Sie mit der Website tun. Verkaufen Sie darüber Produkte, bieten Sie Dienstleistungen an oder verdienen Sie regelmäßig Geld, etwa mit Werbung oder Affiliate-Links, kann eine Gewerbeanmeldung nötig werden.

Freie Berufe wie Ärzte, Architekten oder Steuerberater melden kein Gewerbe an, brauchen für ihre Website aber trotzdem ein Impressum mit berufsrechtlichen Angaben. Im Zweifel klären Sie die Frage mit dem Gewerbeamt oder Ihrem Steuerberater. Dieser Abschnitt gibt nur einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung im konkreten Einzelfall.

Was braucht man, um eine Website zu veröf­fentli­chen?

Zum Veröffentlichen laden Sie die fertige Website auf das Hosting oder schalten sie im CMS frei, verbinden die Domain per DNS und aktivieren das SSL-Zertifikat. Anschließend sollten Sie alle Seiten auf Smartphone und Desktop testen, Formulare ausprobieren und prüfen, ob die Nachrichten tatsächlich in Ihrem Postfach ankommen. Erst dann ist die Website bereit für Besucher.

Damit Google Ihre Website findet, richten Sie die Search Console ein und reichen eine XML-Sitemap ein. Bei einem Relaunch gehören Weiterleitungen von alten auf neue Adressen dazu. Wenn Sie Ihre Website bei uns erstellen lassen, übernehmen wir diese Schritte beim Livegang – Sie erhalten eine fertige, erreichbare und messbare Website, ohne sich um die Technik kümmern zu müssen.

Darauf kommt es an

Darauf sollten Sie achten

Domain

Ihre Adresse im Internet – eingetragen auf Ihr Unternehmen, kurz und gut merkbar.

Hosting

Der Speicherort der Website, idealerweise mit Rechenzentrum in der EU, Backups und Vertrag zur Auftragsverarbeitung.

SSL-Zertifikat

Sorgt für die verschlüsselte Verbindung und ist Grundlage für Vertrauen und sichere Formulare.

CMS, Baukasten oder Code

Die Technik, mit der die Website gebaut und gepflegt wird – passend zu Ihrem Team und Ihren Zielen.

Inhalte

Texte, Fotos, Logo und Kontaktdaten, die Besucher überzeugen.

Rechtstexte

Impressum, Datenschutzerklärung und bei Bedarf ein Consent-Banner.

Wartung

Updates, Backups und Überwachung, damit die Website sicher und erreichbar bleibt.

Checkliste

Ihre Checkliste zum Mitnehmen

  • Wunsch-Domain geprüft und auf Ihr Unternehmen registriert
  • Hosting mit EU-Rechenzentrum und AV-Vertrag gewählt
  • SSL-Zertifikat aktiv und automatisch verlängert
  • Technik festgelegt: Baukasten, CMS oder individuelle Entwicklung
  • Texte, Fotos und Logo vorbereitet
  • Impressum und Datenschutzerklärung erstellt
  • Backups und Updates organisiert
  • Search Console eingerichtet und Sitemap eingereicht
FAQ

Häufige Fragen

Sie brauchen eine Domain, ein Hosting, eine technische Grundlage wie WordPress, einen Baukasten oder individuellen Code sowie Inhalte und Rechtstexte. Dazu kommt ein SSL-Zertifikat für die sichere Verbindung. Wenn Sie die Website erstellen lassen, kümmert sich die Agentur um Technik und Einrichtung.

Nein, in der Regel nicht. Ein Webhosting oder Managed Hosting reicht für die meisten Unternehmenswebsites. Eigene Server lohnen sich erst bei Web-Apps, vielen gleichzeitigen Nutzern oder besonderen Sicherheitsanforderungen.

Bei vielen Baukästen ja, dann läuft die Website unter einer Adresse des Anbieters. Für Unternehmen ist das wenig empfehlenswert, weil es unprofessionell wirkt und die Adresse beim Anbieterwechsel verloren geht. Eine eigene Domain ist die solide Grundlage.

Für die Website an sich nicht. Ein Gewerbe kann nötig werden, wenn Sie über die Website regelmäßig mit Gewinnerzielungsabsicht verkaufen oder Geld verdienen. Klären Sie Ihren Einzelfall mit Gewerbeamt oder Steuerberater – dieser Hinweis ersetzt keine Rechtsberatung.

Sie brauchen die fertige Website, ein Hosting, eine per DNS verbundene Domain und ein aktives SSL-Zertifikat. Vor dem Livegang sollten Impressum, Datenschutzerklärung und Formulare geprüft sein. Danach richten Sie die Search Console ein, damit Google die Website findet.

Das hängt von Umfang, Design und Funktionen ab. Unsere Pakete geben Orientierung: Starter ab 2.500 €, Professional ab 8.000 €, Enterprise individuell. Nach dem kostenlosen Erstgespräch erhalten Sie ein transparentes Angebot, bevorzugt zum Festpreis bei klar definiertem Umfang.

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