Was ist Webhosting?
Webhosting bezeichnet die Bereitstellung von Speicherplatz und Rechenleistung auf einem ständig erreichbaren Server, damit eine Website oder Anwendung im Internet abrufbar ist. Anbieter betreiben die Technik, Unternehmen mieten die benötigten Ressourcen.

Webhosting: Definition und Aufgabe
Eine Website besteht aus Dateien, Datenbanken und Programmcode. Damit Besucher sie jederzeit aufrufen können, müssen diese Bestandteile auf einem Server liegen, der dauerhaft mit dem Internet verbunden ist. Webhosting ist die Miete eines solchen Serverplatzes bei einem Anbieter, der Rechenzentrum, Stromversorgung, Netzanbindung und Grundwartung übernimmt.
Typischerweise umfasst ein Hostingpaket Speicherplatz, eine oder mehrere Datenbanken, E-Mail-Postfächer, ein SSL/TLS-Zertifikat für die verschlüsselte Verbindung und Backups. Domain und Hosting sind getrennte Leistungen, werden aber oft beim selben Anbieter gebucht. Auf dem Server läuft die Software, mit der Ihre Website erzeugt wird, zum Beispiel PHP und eine Datenbank.
Hosting-Arten im Überblick
Welche Variante passt, hängt von Besucherzahl, Anwendung und internem Know-how ab. Eine einfache Unternehmensseite läuft auf Shared Hosting zuverlässig; ein Onlineshop oder eine individuell entwickelte Webanwendung braucht meist mehr Leistung, fest zugesicherte Ressourcen und kontrollierte Softwareversionen. Wer eigene Software betreibt, benötigt zudem Zugriff auf den Server.
- Shared Hosting: viele Kunden teilen sich einen Server – günstig, aber mit begrenzter Leistung
- VPS (Virtual Private Server): virtueller Server mit zugesicherten Ressourcen und mehr Kontrolle
- Dedicated Server: ein physischer Server nur für Ihre Anwendungen
- Managed Hosting: der Anbieter betreibt, aktualisiert und überwacht den Server für Sie
- Cloud-Hosting: Ressourcen werden flexibel zugebucht und nach Nutzung abgerechnet
Praxisbeispiel: Wenn die Seite am Montagmorgen langsam wird
Eine Steuerkanzlei betreibt ihre WordPress-Website auf einem günstigen Shared-Paket. Nach einem Newsletter an alle Mandanten brechen die Ladezeiten ein, einzelne Seiten sind kurzzeitig gar nicht erreichbar. Der Server ist nicht defekt, sondern an seiner Ressourcengrenze angekommen, weil sich viele Kunden die Leistung teilen und der Anbieter bei Spitzen drosselt.
Abhilfe schafft ein Paket mit festen Ressourcen, ergänzt um Caching und ein Content Delivery Network (CDN). Wichtig ist, den Umzug zu planen, damit E-Mail und Website währenddessen erreichbar bleiben – dafür müssen auch die DNS-Einträge sauber übernommen und der Zeitpunkt des Umschaltens abseits der Bürozeiten gewählt werden.
Worauf Unternehmen bei der Wahl achten sollten
Neben dem Preis zählen Verfügbarkeit, Geschwindigkeit und Sicherheit. Prüfen Sie zum Beispiel, welche PHP-Version unterstützt wird: Ältere Versionen erhalten keine Sicherheitsupdates mehr, bei PHP 8.1 endeten die Sicherheitsupdates Ende 2025, bei PHP 8.2 enden sie Ende 2026. Für die DSGVO sind außerdem der Standort des Rechenzentrums und ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung wichtig.
Nano Concepts berät bei der Auswahl, richtet Hosting-Umgebungen ein und übernimmt auf Wunsch Betrieb, Updates und Backups, damit Ihre Website zuverlässig läuft und Ihr Team sich nicht um Serverthemen kümmern muss. Bei Bedarf prüfen wir vorab, ob Ihre bestehende Umgebung für das geplante Projekt ausreicht.
- Verfügbarkeit (Uptime) und Support-Zeiten vertraglich festgehalten
- Automatische, getrennt gespeicherte Backups mit Wiederherstellungstest
- Aktuelle PHP- und Datenbankversionen
- Rechenzentrumsstandort und Auftragsverarbeitungsvertrag nach DSGVO
- Skalierbarkeit, falls Besucherzahl oder Funktionsumfang wachsen
Häufige Fragen zu Webhosting
Einfache Shared-Pakete gibt es schon für wenige Euro im Monat. Für Onlineshops, VPS oder Managed Hosting liegen die Kosten deutlich höher, je nach Leistung und Betreuung. Entscheidend ist weniger der Preis als die passende Leistung für Ihre Anwendung.
Ja, eine Website braucht irgendeinen Ort, an dem sie läuft. Bei Baukästen und SaaS-Shops ist das Hosting im Preis enthalten. Bei WordPress, Shopware oder einer individuell entwickelten Anwendung buchen Sie es meist separat.
Die Domain ist die Adresse Ihrer Website, das Webhosting der Platz, an dem die Inhalte liegen. Beides muss zusammenpassen: Über DNS-Einträge wird die Domain auf den Server des Hosters gelenkt.
Ein Wechsel lohnt sich, wenn die Seite häufig langsam oder nicht erreichbar ist, veraltete PHP-Versionen laufen oder Backups und Support fehlen. Auch bei wachsendem Traffic oder neuen Anforderungen, etwa für einen Onlineshop, kann ein leistungsfähigeres Paket nötig werden.
Passende Leistungen

Datenbanken & Cloud
Datenarchitektur, Migration und Cloud-Hosting – performant, sicher und auf Wunsch in deutschen Rechenzentren.
Mehr erfahren
Cloud-Migration
Assessment, Strategie und Umzug Ihrer Server und Anwendungen in die Cloud – auf Wunsch in deutsche Rechenzentren.
Mehr erfahren
Wartung & Support
Updates, Monitoring, Backups und Weiterentwicklung – damit Websites, Apps und Software zuverlässig laufen.
Mehr erfahrenVerwandte Begriffe
Relevant für diese Branchen
Passende Magazin-Beiträge

DevOps und GitOps: CI/CD-Pipeline, Qualität und reproduzierbare Releases
Releases ohne Herzklopfen: Wie eine CI/CD-Pipeline, Infrastruktur als Code und ein geübter Rollback-Plan die Auslieferung von Software reproduzierbar und messbar machen.
Weiterlesen
Cloud-Skalierung für Plattformen: Engpässe finden, Kosten steuern
Mehr Server lösen selten das eigentliche Problem. So skalieren Sie Webplattformen gezielt: Engpässe messen, Datenbank und Cache zuerst, Kosten und Ausfallsicherheit von Anfang an im Griff.
Weiterlesen
Software-Wartung: Was ein Wartungsvertrag leisten sollte
Software ist nie fertig. Welche Leistungen ein Wartungsvertrag umfassen sollte, wie Sie Wartung, Support und Weiterentwicklung abgrenzen und welchen Umfang Ihre Software wirklich braucht.
Weiterlesen