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Was ist ein Webhook?

Kurz erklärt

Ein Webhook ist eine automatische Benachrichtigung zwischen zwei Anwendungen: Tritt in einem System ein Ereignis ein – etwa eine neue Bestellung –, sendet es sofort eine HTTP-Nachricht an eine zuvor hinterlegte Adresse eines anderen Systems.

Kategorie SoftwareLesezeit ca. 2 Min.Stand 12. Oktober 2026
Beitragsbild: Webhook

Webhook: Definition und Prinzip

Ein Webhook wird oft als „umgekehrte API“ bezeichnet. Bei einer klassischen API fragt ein Programm regelmäßig nach, ob es Neuigkeiten gibt. Beim Webhook ist es andersherum: Das Quellsystem meldet sich von selbst, sobald etwas passiert.

Technisch ist ein Webhook meist eine HTTP-POST-Anfrage mit den Ereignisdaten im JSON-Format. Das empfangende System stellt dafür eine URL bereit – den sogenannten Endpunkt – und verarbeitet die eingehenden Nachrichten.

Viele verbreitete Dienste bieten Webhooks an, darunter Zahlungsanbieter wie Stripe und PayPal, Shopsysteme wie Shopware und Shopify sowie Code-Plattformen wie GitHub.

So funktioniert ein Webhook

Zuerst hinterlegen Sie im Quellsystem, bei welchen Ereignissen und an welche Adresse eine Nachricht gesendet werden soll. Tritt das Ereignis ein, schickt das System die Daten los. Der Empfänger bestätigt den Eingang mit einem Statuscode und stößt die nächsten Schritte an.

Typische Einsatzfälle im Unternehmensalltag:

  • Zahlungsanbieter meldet „Zahlung eingegangen“ an den Onlineshop
  • Shop meldet „neue Bestellung“ an Warenwirtschaft oder Versanddienst
  • Formular auf der Website übergibt eine Anfrage an das CRM
  • Code-Plattform meldet eine Änderung an die CI/CD-Pipeline

Vorteile und Grenzen von Webhooks

Webhooks arbeiten nahezu in Echtzeit und sparen Ressourcen, weil kein ständiges Nachfragen (Polling) nötig ist. Sie eignen sich daher gut, um Prozesse über mehrere Systeme hinweg zu automatisieren.

Weil der Empfänger eine öffentlich erreichbare Adresse anbietet, muss er eingehende Nachrichten prüfen – üblich ist eine Signatur, mit der der Absender seine Echtheit belegt. Außerdem sollte die Verarbeitung damit umgehen können, dass eine Nachricht verspätet, doppelt oder nach einem Ausfall erneut ankommt.

  • Echtzeit statt zeitversetztem Abgleich
  • Geringe Last für beide Systeme
  • HTTPS und Signaturprüfung als Pflicht
  • Wiederholungen und doppelte Zustellung sauber abfangen

Praxisbeispiel: Bestellungen automatisch weiterleiten

Ein Onlinehändler erhält Bestellungen über seinen Shop. Bisher wurden sie morgens gesammelt und von Hand an den Versanddienstleister übertragen. Mit einem Webhook meldet der Shop jede neue Bestellung sofort an eine kleine Middleware, die das Versandetikett erstellt und die Sendungsnummer zurückschreibt. Das Abtippen entfällt, und Kunden erhalten ihre Versandbestätigung schneller.

Sinnvoll sind Webhooks überall dort, wo auf ein Ereignis zeitnah eine Aktion folgen soll. Nano Concepts richtet Webhook-Integrationen ein, sichert sie ab und baut eine Protokollierung ein, damit nachvollziehbar bleibt, welche Nachricht wann verarbeitet wurde.

Häufige Fragen zu Webhook

Bei einer API fragt der Client aktiv Daten ab. Bei einem Webhook sendet der Server von sich aus Daten, sobald ein Ereignis eintritt. In der Praxis werden beide oft kombiniert.

Ja, wenn sie richtig umgesetzt sind: Übertragung per HTTPS, Prüfung einer Signatur oder eines geheimen Schlüssels und Validierung der empfangenen Daten, bevor sie verarbeitet werden.

Viele Anbieter versuchen die Zustellung mehrfach erneut. Trotzdem sollte der Empfänger fehlende Ereignisse erkennen können, etwa durch einen regelmäßigen Abgleich über die API.

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