Was kostet eine barrierefreie Website – und wovon hängt der Preis ab?
Seit das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz gilt, fragen viele Unternehmen, was Barrierefreiheit kostet. Dieser Ratgeber zeigt, woraus sich der Preis zusammensetzt, wo Aufwand entsteht und wie Sie das Budget klug planen.

Was eine barrierefreie Website kostet, hängt davon ab, ob sie neu entsteht oder eine bestehende Website nachgerüstet wird, wie viele unterschiedliche Seitenvorlagen und interaktive Funktionen sie hat und wie viele Inhalte und Drittanbieter-Tools geprüft werden müssen. Wer Barrierefreiheit von Anfang an einplant, zahlt in der Regel weniger als bei der Nachrüstung. Bei Nano Concepts beginnen kompakte barrierefreie Websites im Starter-Paket ab 2.500 €, umfangreiche Auftritte mit Formularen und Buchungsstrecken im Professional-Paket ab 8.000 €, große Portale kalkulieren wir als Enterprise-Projekt; Prüfung und Nachrüstung bestehender Websites bieten wir individuell nach Umfang an.
Was kostet eine barrierefreie Website? Neubau und Nachrüstung im Vergleich
Bei einem Neubau fließt Barrierefreiheit von Beginn an in Konzept, Design und Code ein: Farben mit ausreichendem Kontrast, eine saubere Seitenstruktur, bedienbare Formulare und sichtbarer Fokus bei der Tastaturbedienung. Der Mehraufwand gegenüber einer herkömmlichen Website ist dann überschaubar, weil nichts doppelt gebaut werden muss. Entscheidend ist, dass alle Beteiligten – Design, Entwicklung und Redaktion – die Anforderungen von Anfang an kennen.
Bei der Nachrüstung einer bestehenden Website ist der Aufwand meist höher. Vorlagen, Komponenten und Inhalte müssen geprüft, Fehler gefunden und teils neu gebaut werden, und Änderungen am Design können Marke und Layout berühren. Wie groß der Aufwand ausfällt, zeigt erst eine Prüfung des Bestands. Ist die Website technisch veraltet, kann ein Relaunch mit Barrierefreiheit wirtschaftlicher sein als viele Einzelkorrekturen.
Muss meine Website überhaupt barrierefrei sein? Der Rahmen
Seit dem 28. Juni 2025 gilt in Deutschland das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG). Es betrifft vor allem digitale Angebote für Verbraucher, bei denen ein Vertrag geschlossen wird, etwa Onlineshops und Buchungs- oder Bestellstrecken. Für Dienstleistungen sind Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens zwei Millionen Euro Jahresumsatz oder Bilanzsumme ausgenommen. Reine Informationswebsites ohne Vertragsabschluss und Angebote nur für Geschäftskunden fallen in der Regel nicht darunter.
Öffentliche Stellen unterliegen anderen Regeln, nämlich der Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung (BITV 2.0). Ob und in welchem Umfang Ihr Angebot betroffen ist, lässt sich nur im Einzelfall beurteilen – lassen Sie es prüfen. Dieser Ratgeber ersetzt keine Rechtsberatung. Unabhängig von der Pflicht gilt: Eine barrierefreie Website erreicht mehr Menschen, etwa ältere Nutzer oder Besucher mit eingeschränktem Sehen, und lässt sich für alle besser bedienen.
- Onlineshops und Bestellstrecken für Verbraucher
- Online-Terminbuchung und Reservierung bei Verbraucherdienstleistungen
- Apps und Kundenportale mit Vertragsabschluss
- Kostenpflichtige Abos und Mitgliedschaften über Website oder App
Was in den Kosten steckt: Audit, Umsetzung, Test und Erklärung
Der erste Posten ist die Prüfung: Ein Audit kombiniert automatische Werkzeuge mit manuellen Tests, denn automatische Prüfungen erkennen nur einen Teil der Probleme. Geprüft wird nach den Web Content Accessibility Guidelines (WCAG); praktisch ist WCAG 2.2 auf Stufe AA das sinnvolle Ziel. Das Ergebnis ist eine priorisierte Liste mit Mängeln und Maßnahmen, an der sich Aufwand und Reihenfolge der Umsetzung ablesen lassen.
Dann folgt die Umsetzung in Design, Code und Inhalten, begleitet von Tests mit Tastatur und Screenreader. Zum Abschluss gehören je nach Angebot die Informationen zur Barrierefreiheit und eine Möglichkeit für Nutzer, Mängel zu melden, sowie eine Schulung der Redaktion, damit neue Inhalte barrierefrei bleiben. Fragen Sie im Angebot, welche dieser Posten enthalten sind – fehlen Tests oder Schulung, wird die Website nach einigen Monaten wieder lückenhaft.
- Audit mit automatischen und manuellen Prüfungen
- Maßnahmenplan mit Prioritäten
- Anpassung von Design, Seitenstruktur und Code
- Alternativtexte, Untertitel und zugängliche Dokumente
- Tests mit Tastatur, Screenreader und Zoom
- Informationen zur Barrierefreiheit und Schulung der Redaktion
Die Preistreiber: Komplexität, Bestand und Drittanbieter
Entscheidend für den Aufwand ist weniger die reine Seitenzahl als die Zahl unterschiedlicher Vorlagen und Komponenten. Eine Website mit vielen gleich aufgebauten Seiten ist schneller geprüft als eine mit vielen Sonderlayouts. Aufwändig sind interaktive Elemente wie Formulare, Mehrschritt-Bestellungen, Buchungskalender, Karten, Slider oder Dialoge, weil sie per Tastatur und Screenreader bedienbar sein müssen und Fehlermeldungen verständlich sein sollten.
Hinzu kommen Inhalte und Drittanbieter. Bilder brauchen sinnvolle Alternativtexte, Videos Untertitel, PDF-Dokumente eine zugängliche Struktur. Eingebundene Werkzeuge wie Zahlungsanbieter, Buchungs-Widgets oder Cookie-Banner liegen nicht allein in Ihrer Hand; sind sie nicht barrierefrei, muss man sie anpassen oder ersetzen. Unsere Pakete geben Orientierung: Starter ab 2.500 € für kompakte Auftritte, Professional ab 8.000 € für umfangreiche Websites mit Strecken und Funktionen, Enterprise individuell.
Barrierefreiheits-Plugins und Overlays: günstig, aber keine Lösung
Manche Anbieter versprechen Barrierefreiheit per Knopfdruck: ein Overlay oder Plugin, das ein Symbol einblendet und Kontrast oder Schriftgröße umschaltet. Das wirkt günstig, behebt aber die Ursachen nicht. Fehlt im Code eine Beschriftung, ist ein Formular nicht per Tastatur erreichbar oder ist die Überschriftenstruktur falsch, ändert ein Zusatzwerkzeug daran nichts. Nach verbreiteter Fachmeinung genügt ein solches Overlay allein nicht, um Anforderungen zu erfüllen.
Zusatzfunktionen wie ein Schriftgrößen-Schalter können eine barrierefreie Umsetzung ergänzen, aber nicht ersetzen. Nutzer von Screenreadern bringen zudem eigene Hilfsmittel mit, die mit zusätzlichen Overlays mitunter in Konflikt geraten. Wer Barrierefreiheit ernst nimmt, investiert deshalb in die Ursachenbehebung in Design, Code und Inhalt. Das ist einmalig aufwendiger, aber nachhaltiger. Bei rechtlichen Fragen holen Sie bitte Rechtsberatung ein.
Laufende Kosten – und was Nichtstun kosten kann
Barrierefreiheit ist kein einmaliges Projekt. Jede neue Seite, jedes neue Bild und jede neue Funktion kann Lücken öffnen. Planen Sie deshalb laufenden Aufwand ein: Tests bei größeren Änderungen, Pflege der Alternativtexte und Dokumente, die Aktualisierung der Informationen zur Barrierefreiheit und Schulungen für neue Redakteure. Ein fester Ablauf macht diesen Aufwand klein und planbar.
Dem steht das Risiko der Untätigkeit gegenüber. Für betroffene Angebote kann die Marktüberwachung Nachbesserung verlangen, Beschwerden von Nutzern sind möglich, und Verstöße können mit Bußgeldern geahndet werden. Dazu kommen entgangene Kunden, die Ihr Angebot nicht bedienen können. Ob und wie das Ihr Unternehmen betrifft, klärt eine rechtliche Prüfung – dieser Ratgeber ersetzt keine Rechtsberatung. Für die technische Prüfung und Umsetzung sind wir Ihr Ansprechpartner.
Diese Faktoren bestimmen die Kosten
Neubau oder Nachrüstung
Bei einem Neubau fließen die Anforderungen von Anfang an ein; bei der Nachrüstung müssen Bestand und Fehler erst geprüft werden.
Zahl der Vorlagen und Komponenten
Unterschiedliche Seitenvorlagen und wiederverwendbare Bausteine bestimmen den Prüf- und Umsetzungsaufwand stärker als die Seitenzahl.
Interaktive Funktionen
Formulare, Bestellstrecken, Buchungskalender, Karten und Dialoge müssen per Tastatur und Screenreader bedienbar sein.
Inhalte und Dokumente
Alternativtexte, Untertitel und zugängliche PDF-Dokumente verursachen Aufwand in der Redaktion.
Drittanbieter-Werkzeuge
Zahlung, Buchungs-Widgets und Cookie-Banner müssen geprüft und gegebenenfalls ausgetauscht werden.
Design-Anpassungen
Kontraste, Schriftgrößen und Fokusdarstellung können Anpassungen am Corporate Design erfordern.
Prüfumfang und Dokumentation
Audit, Tests mit Hilfsmitteln und die Informationen zur Barrierefreiheit bestimmen den Prüfaufwand.
Pflege und Schulung
Laufende Tests und eine geschulte Redaktion halten die Barrierefreiheit nach dem Start aufrecht.
Ihre Checkliste zum Mitnehmen
- Betroffenheit nach BFSG beziehungsweise BITV rechtlich prüfen lassen
- Ist-Zustand der Website durch ein Audit mit manuellen Tests erfassen lassen
- Zielstandard festlegen: WCAG 2.2 auf Stufe AA
- Wichtigste Strecken priorisieren: Kontakt, Terminbuchung, Bestellung
- Drittanbieter-Werkzeuge auf Barrierefreiheit prüfen
- Design auf Kontrast, Schriftgröße und sichtbaren Fokus prüfen
- Alternativtexte, Untertitel und Dokumente in den Redaktionsablauf aufnehmen
- Informationen zur Barrierefreiheit, Meldemöglichkeit und Pflegeprozess festlegen
Unsere Pakete als Orientierung
Professional
Für komplexe Webanwendungen, Portale und maßgeschneiderte Softwarelösungen.
AnfragenEnterprise
Für große Projekte, Systemlandschaften und langfristige Entwicklungspartnerschaften.
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Barrierefreie Website
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Websites, die Ihre Marke klar zeigen und Besucher gezielt zur Anfrage führen – gestaltet mit LOMA DESIGN.
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UI/UX-Design
Oberflächen für Software, Apps und Portale – erforscht, als Prototyp getestet und mit LOMA DESIGN gestaltet.
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UX-Audit & Usability-Test
Expertenprüfung und Tests mit echten Nutzern – für eine priorisierte Liste der Bedienprobleme in Website, App oder Software.
Mehr erfahrenHäufige Fragen
Eine seriöse Pauschalzahl gibt es nicht, weil Neubau oder Nachrüstung, Zahl der Vorlagen, interaktive Funktionen, Inhalte und Drittanbieter stark variieren. Bei Nano Concepts beginnen kompakte Websites im Starter-Paket ab 2.500 €, umfangreiche im Professional-Paket ab 8.000 €. Das genaue Angebot folgt nach dem kostenlosen Erstgespräch.
Das lässt sich erst nach einer Prüfung des Bestands seriös sagen. Maßgeblich sind die Zahl der Vorlagen, die interaktiven Funktionen, der Zustand des Codes und die Drittanbieter. Wir bieten Prüfung und Nachrüstung deshalb individuell nach Umfang an.
Wird Barrierefreiheit von Anfang an in Konzept, Design und Entwicklung eingeplant, ist der Mehraufwand überschaubar. Teurer wird es meist, wenn eine fertige Website nachträglich umgebaut werden muss. Deshalb lohnt sich die frühe Planung.
Das hängt von Ihrem Angebot ab. Das BFSG gilt seit dem 28. Juni 2025 vor allem für Verbraucherangebote wie Onlineshops und Buchungsstrecken; Kleinstunternehmen sind bei Dienstleistungen ausgenommen, reine Informationsseiten und B2B-Angebote in der Regel nicht betroffen. Lassen Sie die Betroffenheit im Einzelfall prüfen; das ersetzt keine Rechtsberatung.
Nach verbreiteter Fachmeinung nicht. Ein Overlay behebt keine Fehler im Code, in der Struktur oder bei der Bedienung per Tastatur. Als Ergänzung kann es nützlich sein, die eigentliche Umsetzung ersetzt es nicht.
Der Preis hängt vom Prüfumfang ab: Zahl der Seitenvorlagen, interaktiven Strecken und der Tiefe der manuellen Tests mit Tastatur und Screenreader. Wir erstellen dafür ein individuelles Angebot nach dem kostenlosen Erstgespräch.
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