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Was sind HTTP-Statuscodes?

Kurz erklärt

HTTP-Statuscodes sind dreistellige Zahlen, mit denen ein Webserver auf jede Anfrage antwortet. Sie zeigen, ob die Anfrage erfolgreich war, weitergeleitet wurde oder fehlschlug, zum Beispiel 200 (OK), 301 (dauerhaft verschoben) oder 404 (nicht gefunden).

Kategorie WebLesezeit ca. 3 Min.Stand 16. Oktober 2026
Beitragsbild: HTTP-Statuscodes

HTTP-Statuscodes: Definition und Bedeutung

Jedes Mal, wenn ein Browser oder ein Suchmaschinen-Crawler eine Seite abruft, antwortet der Server mit einem Statuscode. Er steht im Kopf der Antwort und ist für Besucher meist unsichtbar. Für Suchmaschinen, Monitoring und Schnittstellen ist er entscheidend, weil er sagt, wie mit der Adresse zu verfahren ist. Festgelegt sind die Codes im HTTP-Standard (RFC 9110).

Die erste Ziffer bestimmt die Klasse, sodass sich ein Code auch ohne Detailwissen einordnen lässt: Zweier stehen für Erfolg, Dreier für Weiterleitungen, Vierer für Fehler beim Aufruf und Fünfer für Fehler auf Seiten des Servers. Die wichtigsten Codes im Überblick:

  • 2xx – Erfolg: 200 OK
  • 3xx – Weiterleitung: 301 und 308 dauerhaft, 302 und 307 vorübergehend, 304 unverändert
  • 4xx – Fehler beim Aufruf: 401 nicht angemeldet, 403 verboten, 404 nicht gefunden, 410 entfernt, 429 zu viele Anfragen
  • 5xx – Fehler beim Server: 500 interner Fehler, 502 Bad Gateway, 503 nicht verfügbar

Statuscodes aus SEO-Sicht

Suchmaschinen leiten aus dem Code Maßnahmen ab. Bei 200 kann der Inhalt indexiert werden. Bei 301 und 308 übernimmt Google die neue Adresse samt Signalen, bei 404 und 410 fällt die Seite mit der Zeit aus dem Index. Dauerhafte 5xx-Fehler lassen Google weniger crawlen, und Seiten können aus dem Index fallen.

Für geplante Wartungsarbeiten ist 503 (Service Unavailable), idealerweise mit dem Header Retry-After, der richtige Code, denn er signalisiert einen vorübergehenden Ausfall. Eine Wartungsseite mit Status 200 dagegen kann dazu führen, dass Google den Wartungstext indexiert und die eigentlichen Inhalte vorübergehend aus den Ergebnissen verdrängt.

Praxis­bei­spiel: Domainumzug einer Steuer­kanzlei

Eine Steuerkanzlei zieht auf eine neue Domain um. Jede alte Adresse wird per 301 auf die thematisch passende neue Seite geleitet, nicht pauschal auf die Startseite. Für die Umstellung der Datenbank wird eine kurze Wartung mit 503 und Retry-After angekündigt.

Nach dem Umzug zeigt die Search Console keine Fehlerspitzen, die Sichtbarkeit bleibt weitgehend erhalten. Prüfen lassen sich Statuscodes in den Entwicklertools des Browsers im Reiter „Netzwerk“, mit dem Kommandozeilenwerkzeug curl oder mit Crawlern, die ganze Websites durchlaufen und Auffälligkeiten melden.

Typische Fehler und Grenzen

Richtige Statuscodes sorgen für saubere Indexierung und aussagekräftige Fehlerberichte. In APIs sind sie die Grundlage der Fehlerbehandlung: Eine Anwendung erkennt am Code, ob sie es erneut versuchen soll, ob die Anmeldung fehlt oder ob die Anfrage fehlerhaft war. Häufige Fehler im Betrieb:

  • Fehlerseite liefert Status 200 (Soft 404)
  • 302 statt 301 bei dauerhaftem Umzug
  • Weiterleitungsketten über mehrere Stationen
  • Alle gelöschten Seiten pauschal auf die Startseite geleitet
  • Wartungsseite mit Status 200 statt 503

Umsetzung

Nano Concepts erfasst Statuscodes im technischen SEO-Audit und bei Relaunches in einer Weiterleitungsliste, richtet Weiterleitungen und Fehlerseiten korrekt ein und überwacht die Ergebnisse nach dem Livegang, damit Probleme auffallen, bevor Besucher oder Suchmaschinen sie bemerken, und dokumentiert die Ergebnisse nachvollziehbar.

Häufige Fragen zu HTTP-Statuscodes

404 (Not Found) heißt: Der Server ist erreichbar, aber unter dieser Adresse gibt es keine Seite, etwa nach einem Tippfehler oder einer gelöschten Seite. Eine hilfreiche eigene 404-Seite mit Navigation hält Besucher auf der Website.

301 steht für „dauerhaft verschoben“, Suchmaschinen übernehmen die neue Adresse. 302 bedeutet „vorübergehend“, die alte Adresse bleibt maßgeblich. Bei einem endgültigen Umzug sollte daher 301 oder 308 verwendet werden, damit die Signale auf die neue Adresse übergehen.

Der Server kann die Anfrage vorübergehend nicht bearbeiten, etwa wegen Wartung oder Überlastung. Mit Retry-After lässt sich angeben, wann ein neuer Versuch sinnvoll ist. Crawler pausieren dann und rufen die Seite später erneut ab.

Beide bedeuten, dass die Seite nicht vorhanden ist. 410 (Gone) sagt zusätzlich, dass sie dauerhaft entfernt wurde. Für Google macht der Unterschied in der Praxis wenig aus, beide führen mit der Zeit zur Entfernung der Seite aus dem Index.

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