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Was ist DNS (Domain Name System)?

Kurz erklärt

DNS (Domain Name System) ist das „Telefonbuch des Internets“: Es übersetzt Domainnamen wie beispiel.de in die IP-Adressen der Server, auf denen Websites und E-Mail-Dienste laufen. Ohne DNS müssten Nutzer Zahlenfolgen statt Namen eingeben.

Kategorie WebLesezeit ca. 3 Min.Stand 16. Oktober 2026
Beitragsbild: DNS (Domain Name System)

DNS: Definition und Aufgabe

Computer finden einander im Netz über IP-Adressen wie 203.0.113.10 oder in der längeren Variante IPv6. Menschen merken sich dagegen Namen. Das Domain Name System verbindet beides: Es ist ein weltweit verteiltes, hierarchisch aufgebautes Verzeichnis, das Domainnamen die passenden Adressen und weitere Angaben zuordnet. Entwickelt wurde es in den 1980er-Jahren, bis heute bildet es das Rückgrat der Internetnutzung.

Neben Websites steuert DNS auch, wohin E-Mails zugestellt werden und ob Dienste wie Microsoft 365 oder Google Workspace für Ihre Domain freigeschaltet sind. Eine falsche Einstellung betrifft deshalb oft nicht nur die Website, sondern den gesamten E-Mail-Verkehr eines Unternehmens.

So funktioniert die Namens­auflö­sung

Gibt jemand beispiel.de im Browser ein, fragt das Gerät zunächst einen Resolver, meist den des Internetanbieters oder eines öffentlichen DNS-Dienstes. Kennt dieser die Antwort nicht, fragt er nacheinander die Root-Server, die Server der Endung .de und schließlich die autoritativen Nameserver der Domain. Das Ergebnis wird für eine festgelegte Zeit, die TTL (Time to Live), zwischengespeichert.

Die einzelnen Einträge heißen DNS-Records. Sie werden bei dem Anbieter gepflegt, dessen Nameserver für die Domain hinterlegt sind. Änderungen wirken nicht sofort überall, weil Zwischenspeicher bei Anbietern und Geräten die alten Werte bis zum Ablauf der TTL weiter ausliefern können. Genau deshalb muss ein Umzug vorbereitet werden.

  • A und AAAA: verweisen die Domain auf eine IPv4- bzw. IPv6-Adresse
  • CNAME: leitet einen Namen auf einen anderen Namen um
  • MX: legt den Mailserver für eingehende E-Mails fest
  • TXT: nimmt Bestätigungen und E-Mail-Schutz wie SPF, DKIM und DMARC auf
  • NS: nennt die zuständigen Nameserver der Domain

Praxis­bei­spiel: Website-Umzug ohne E-Mail-Ausfall

Ein Handwerksbetrieb zieht mit seiner Website zu einem neuen Hoster um. Wer dabei einfach die Nameserver der Domain umstellt, ohne die bisherigen Records zu übernehmen, kappt unbeabsichtigt die MX-Einträge. E-Mails von Kunden gehen dann verloren, obwohl die neue Website einwandfrei läuft.

Besser ist ein geplanter Ablauf: bestehende Records dokumentieren, die TTL einige Tage vorher auf einen niedrigen Wert senken, die Records beim neuen Anbieter anlegen und prüfen und erst dann umschalten. So bleibt der Wechsel für Kunden und Team praktisch unsichtbar.

Sicherheit, typische Fehler und Umsetzung

DNS ist ein beliebtes Angriffsziel, etwa durch gefälschte Antworten oder übernommene Konten beim Anbieter. DNSSEC signiert Antworten kryptografisch, damit sie nicht unbemerkt verändert werden. Gegen gefälschte Absenderadressen helfen SPF, DKIM und DMARC. Der Zugang zur Verwaltung der Domain gehört mit Zwei-Faktor-Authentifizierung geschützt.

Nano Concepts prüft und dokumentiert Ihre DNS-Konfiguration, plant Umzüge so, dass Website und E-Mail erreichbar bleiben, und richtet die Absender-Authentifizierung ein, damit Ihre Nachrichten zuverlässig ankommen und niemand in Ihrem Namen E-Mails fälschen kann. Auf Wunsch übernehmen wir auch die laufende Pflege der Records.

  • Nameserver-Wechsel ohne Übernahme der MX- und TXT-Einträge
  • Vergessene Subdomains, die auf nicht mehr genutzte Dienste zeigen
  • Zu hohe TTL-Werte unmittelbar vor einem Umzug
  • Fehlende SPF-, DKIM- und DMARC-Einträge, die Mails im Spam-Ordner landen lassen

Häufige Fragen zu DNS (Domain Name System)

DNS steht für Domain Name System. Es ist das Verzeichnis des Internets, das Domainnamen in IP-Adressen übersetzt, damit Browser, Apps und Mailserver den richtigen Server finden. Ohne DNS wäre keine Website unter ihrem Namen erreichbar.

Meist wenige Minuten bis einige Stunden, in Ausnahmefällen bis zu zwei Tage. Entscheidend ist die TTL der alten Einträge sowie die Zwischenspeicher bei Anbietern. Wer die TTL vor einem Umzug absenkt, verkürzt die Wartezeit deutlich.

Die Domain ist der Name, unter dem Ihre Website oder E-Mail erreichbar ist. DNS ist das System, das diesen Namen in die technische Serveradresse übersetzt. Die Einstellungen dafür nehmen Sie in den DNS-Records Ihrer Domain vor.

Ein A-Record verknüpft einen Domainnamen mit einer IPv4-Adresse, etwa die Hauptdomain mit dem Webserver. Das Gegenstück für die neuere Adressform IPv6 ist der AAAA-Record. Beide gehören zu den wichtigsten Einträgen jeder Domain.

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