Digital-Lexikon · Marketing

Was ist das Google Unter­neh­mens­profil?

Kurz erklärt

Das Google Unternehmensprofil (früher Google My Business) ist der kostenlose Eintrag eines Unternehmens in der Google-Suche und in Google Maps. Es zeigt Name, Adresse, Öffnungszeiten, Leistungen, Fotos und Bewertungen und ist eine zentrale Grundlage für lokale Sichtbarkeit.

Kategorie MarketingLesezeit ca. 3 Min.Stand 16. Oktober 2026
Beitragsbild: Google Unternehmensprofil

Google Unter­neh­mens­profil: Definition

Das Unternehmensprofil, englisch Google Business Profile, ist der Infokasten, den Google bei der Suche nach einem Firmennamen oder einer lokalen Dienstleistung neben den Ergebnissen und in Maps einblendet. Früher hieß der Dienst Google My Business; die Umbenennung erfolgte 2021. Verwaltet wird das Profil direkt über Suche und Maps.

Für Kunden ist es oft der erste Berührungspunkt mit dem Betrieb: Sie sehen auf einen Blick, ob geöffnet ist, wie andere Kunden das Unternehmen bewerten und wie sie dorthin kommen. Für Google liefert das Profil Basisdaten, die in lokale Ergebnisse einfließen.

So funktioniert das Profil

Ein Profil wird angelegt und muss bestätigt werden, etwa per Postkarte, Telefon, E-Mail oder Video; welche Verfahren möglich sind, entscheidet Google je Unternehmen. Danach pflegen Inhaber ihre Angaben und beantworten Bewertungen. Zusätzlich lassen sich Beiträge veröffentlichen, wichtiger als Aktionismus ist jedoch, dass die Grunddaten stimmen. Besonders wichtig sind diese Bestandteile:

  • Hauptkategorie und weitere Kategorien, die das Angebot genau beschreiben
  • Öffnungszeiten, auch Sonderzeiten an Feiertagen
  • Leistungen oder Produkte mit kurzer Beschreibung
  • Echte Fotos von Team, Betrieb und Arbeitsergebnissen
  • Website-Link, Telefonnummer und gegebenenfalls Terminbuchung
  • Bewertungen und die Antworten darauf

Praxis­bei­spiel: Doppelte Einträge einer Praxis

Eine Physiotherapiepraxis ist bei Google unter zwei Profilen eingetragen – eines stammt vom früheren Inhaber, eines wurde neu angelegt. Öffnungszeiten weichen ab, Bewertungen verteilen sich auf beide Einträge, und Patienten wissen nicht, welche Telefonnummer gilt. Neue Patienten rufen deshalb mitunter beim falschen Eintrag an oder schreiben schlechtere Bewertungen, weil sie vergeblich vor verschlossener Tür standen.

Nach Übernahme der Inhaberschaft, Meldung der Dublette an Google, Korrektur der Kategorie und Antworten auf alle Bewertungen ist die Praxis eindeutig auffindbar und wirkt vertrauenswürdiger. Für Praxen, Kanzleien und andere Berufe mit Verschwiegenheitspflicht gilt zusätzlich: Auf Bewertungen nur allgemein antworten und keine Details nennen, weil schon die Bestätigung eines Behandlungs- oder Mandatsverhältnisses problematisch sein kann.

Vorteile, Grenzen und typische Fehler

Das Profil ist kostenlos und erreicht Interessenten genau im Moment der Suche. Google gibt Regeln vor: Der Name muss dem tatsächlichen Auftritt entsprechen, Bewertungen dürfen nicht gekauft oder belohnt werden, und Einträge ohne echten Kundenkontakt sind unzulässig. Verstöße können zur Sperrung führen. Auch Dritte können Änderungen vorschlagen, weshalb die Angaben regelmäßig kontrolliert werden sollten. Die frühere Fragen-und-Antworten-Funktion hat Google 2025 durch KI-gestützte Antworten ersetzt.

  • Veraltete Öffnungszeiten, etwa an Feiertagen
  • Falsche oder zu allgemeine Hauptkategorie
  • Unbeantwortete oder unsachlich beantwortete Bewertungen
  • Profil gehört einer früheren Agentur oder einem ehemaligen Mitarbeiter
  • Doppelte Profile für denselben Standort

Worauf Unternehmen achten sollten

Legen Sie fest, wer das Profil verwaltet, und hinterlegen Sie mindestens zwei Verantwortliche. Versehen Sie den Website-Link mit UTM-Parametern, damit Besuche aus dem Profil in Google Analytics erkennbar sind. Nano Concepts hilft bei Einrichtung, Bereinigung doppelter Einträge und Abstimmung mit Ihrer Website und den Standortseiten.

Häufige Fragen zu Google Unter­neh­mens­profil

Ja, Anlegen und Pflegen kosten nichts. Kosten entstehen nur, wenn Sie zusätzlich Werbung schalten, etwa über Google Ads, oder externe Dienstleister mit der Betreuung beauftragen. Der Aufwand besteht vor allem in der regelmäßigen Pflege der Angaben.

Google bietet je nach Unternehmen unterschiedliche Verfahren an, etwa Postkarte mit Code, Anruf, E-Mail oder Videoaufnahme. Welche zur Wahl stehen, zeigt Google bei der Bestätigung an. Eine Postkarte braucht meist mehrere Tage.

Nur, wenn sie gegen die Google-Richtlinien verstoßen, etwa Spam, Fake-Bewertungen oder Beleidigungen. Sie können solche Bewertungen melden; die Entscheidung trifft Google. Echte, auch negative Bewertungen bleiben bestehen. Antworten Sie am besten sachlich und lösungsorientiert.

Ja, empfehlenswert ist beides. Das Profil liefert Basisdaten und Bewertungen, die Website erklärt Leistungen ausführlich, schafft Vertrauen und nimmt Anfragen auf. Beide sollten dieselben Firmendaten enthalten und aufeinander verweisen. Ohne Website fehlt der Platz für ausführliche Informationen, Referenzen und Pflichtangaben wie das Impressum.

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